Fächerübergreifende Kooperation der Schumanisten mit dem Regensburger Universitätszentrum für Lehrerbildung (RUL) und der Fachdidaktik Physik über nachweislich lernwirksame Unterrichtskonzepte

 

Was ist eigentlich guter Unterricht? Die Schülerinnen und Schüler da „abzuholen“, wo sie gerade sind? Sie selbstständig arbeiten lassen und als Lehrer nur moderieren? Oder doch lieber der klassische Frontalunterricht? Diesen Fragen gehen Fachdidaktiker seit Jahrzehnten nach und trotz zahlreicher Ergebnisse und Lösungsansätze gibt es dazu keine eindeutige Antwort.

Dr. Christian Maurer vom Lehrstuhl der Didaktik der Physik an der Universität Regensburg setzte sich intensiv mit dieser Problemstellung auseinander und kam in seiner Forschungsarbeit zu Erkenntnissen, welche zur Klärung der oben genannten Thematik beitragen können. Diese ließ er in einer schulinternen Fortbildung den Lehrern am Robert-Schuman-Gymnasium zukommen und auch gleich praktisch in die Tat umsetzen.

Dr. Christian Maurer referiert über lernwirksame Unterrichtskonzepte

In einem Impulsvortrag stellte der Fachdidaktiker zunächst ein Unterrichtskonzept dar, welches den Ablauf einer Unterrichtsstunde abhängig vom jeweils angestrebten Ziel im Unterricht vorgibt. Zielt man im Unterricht beispielsweise darauf ab, ein eher abstraktes Konzept aufzubauen, ist ein deutlich anderer Stundenablauf erforderlich, als wenn ein Lernen durch eigene, direkte Erfahrungen ermöglicht werden soll. Diese Variation im Stundenablauf ist notwendig, um die jeweiligen individuellen Lernvoraussetzungen der Lernenden zu berücksichtigen. Dabei wurde zunächst unterschieden, in welchen Situationen und unter welchen Bedingungen sich darbietender bzw. entdeckender Unterricht als lernwirksamer erwiesen hat. Nicht alle Themen eignen sich dazu, diese von den Lernenden entdecken zu lassen.

In der nachfolgenden Workshopphase arbeiteten die Lehrkräfte des RSG in Kleingruppen an dem vorgestellten Unterrichtskonzept und diskutierten konkrete Umsetzungsmöglichkeiten dieses fächerübergreifenden Ansatzes in den einzelnen Fächern. Hierbei wurden die Lehrkräfte zusätzlich von Sandra Kerscher (ISB München und Lehrstuhl der Didaktik der Physik an der  Universität Regensburg) unterstützt.

Studienrat Stefan Amberger dankt den beiden Referenten mit einem kleinen Präsent.

Als Fazit dieses sehr informativen und lehrreichen Nachmittags lässt sich wohl feststellen, dass es eben nicht den „einen“ Weg zum guten Unterricht gibt, sondern dass die Planung und Durchführung ganz stark von der jeweiligen Zielsetzung der einzelnen Unterrichtsstunde abhängt. Mit diesem Wissen machen sich die Lehrer nun an die konkrete Umsetzung der neuen Erkenntnisse.