„Der Besuch des Gymnasiums beeinflusst natürlich meine Berufswahl.
Denn durch das Abitur erhöht sich das Spektrum an Angeboten, die man ohne das
Abitur nicht wahrnehmen kann.“
Timmy Sonnleitner ist einer der Schülerinnen und Schüler, die seit
Beginn des Schuljahres die erste Einführungsklasse am RSG besuchen. Wenn er
nächstes Jahr in die gymnasiale Oberstufe vorrückt, trennen ihn noch knapp zwei
Jahre vom Abitur, der Allgemeinen
Hochschulreife, mit der ihm der Zugang zu allen Studienangeboten an Hochschulen
und Universitäten offen stehen wird.
Gruppenfoto
mit Schülern der „Einführungsklasse“
(hinten v. l. Isabell Althammer, Daniela Gmach; vorne
v. l. Maximilian Schall, Timmy Sonnleitner)
Dank der Einführungsklassen konnte in den vergangenen Jahren die
Durchlässigkeit des bayerischen Schulsystems erhöht werden. Dies ermöglicht es
vielen leistungsbereiten Schülern aus Real-, Wirtschafts- und Mittelschulen,
ihre Schullaufbahn zu verlängern und mit dem Abitur abzuschließen. Den Übergang
in die Oberstufe bildet besagte Einführungsklasse, die die Jugendlichen
passgenau auf deren Besonderheiten vorbereitet. Neben den typisch gymnasialen
Arbeitstechniken wird hier in die Vielfalt der Fächer eingeführt, die dann
ausnahmslos in der Oberstufe gewählt werden können. Dem Unterricht liegen die
Lehrpläne der zehnten Jahrgangsstufe am Gymnasium zugrunde, wobei besonderes
Augenmerk auf den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch liegt. Diese Kernfächer
spielen im Abitur eine zentrale Rolle.
Maximilian
Schall:
„Eine
Eingewöhnungsphase beim Unterrichtsstoff gab es nicht. Wenn man sich allerdings
dahinterklemmt und lernt, ist es eigentlich nicht schwer. Ich hatte das Gefühl,
sofort in die Klassengemeinschaft aufgenommen zu sein.“
Schülerinnen und Schüler ohne eine zweite Fremdsprache erhalten
eine besonders stundenintensive Schulung im Fach Französisch, das dann auch in
den Klassen 11 und 12 belegt werden muss. Haben die Jugendlichen vorher den
Zweig IIIa (Französisch) absolviert, kann die Sprache nach der
Einführungsklasse abgelegt werden. Gegebenenfalls kann auch Spanisch als
dritte, spät beginnende Fremdsprache gewählt werden.
Daniela
Gmach:
„Spanisch
ist eine schöne Sprache und ich freue mich darüber, sie zu lernen. Wenn man in
der 10. Klasse eine neue Sprache lernt, geht man damit anders um als in der 5.
Klasse. Daher komme ich gut mit. Auch Wirtschaftsinformatik hat große
Ähnlichkeiten mit meinem alten Fach Betriebswirtschaft!“
Ziel der Einführungsklasse ist nicht nur die vertiefte Beschäftigung
mit einem breiten Fächerspektrum,
sondern auch die Erlangung einer fundierten Allgemeinbildung. Schülerinnen
und Schüler, die all dies leisten wollen, sind in der Regel hochmotiviert und
zeichnen sich durch eine entsprechende Arbeitshaltung aus, die für den
Übertritt in die Einführungsklasse unerlässlich ist. Daneben müssen
Interessenten einen erfolgreichen Mittleren Schulabschluss vorweisen sowie ein
Gutachten der besuchten Schule, in dem die grundsätzliche Eignung für eine
anschließende gymnasiale Schullaufbahn bestätigt wird.
Isabell
Althammer:
„Ich habe
nach wie vor Freude am Lernen. Ehemalige Klassenkameraden müssen auch lernen –
an der Berufsschule. Da ich hier am Gymnasium ein umfangreiches Allgemeinwissen
erwerben kann, bereue ich meinen Entschluss, die 10. Klasse am Gymnasium zu
machen, keineswegs.“
An der Einführungsklasse interessierte Jugendliche und ihre Eltern
sind herzlich zum diesjährigen Informationsabend
eingeladen. Dieser findet am Mittwoch,
den 1. Februar 2012, um 19.00 Uhr in der Mensa des RSG statt. Die
Teilnehmer erfahren alle Einzelheiten zur Aufnahme, über Inhalte und den
Verlauf der Einführungsklasse sowie den weiteren Weg zur Allgemeinen
Hochschulreife. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen
und Unklarheiten zu beseitigen.
Da für die Einrichtung der nächstjährigen Einführungsklasse eine
bestimmte Schülerzahl nötig ist, ist für das RSG eine Voranmeldung bis zum 3. Februar 2012 wichtig (auch telefonisch
möglich: 09971 / 8580512). Die endgültige Anmeldung erfolgt erst zum
Schuljahresende 2012.