Ein Leben ohne nervende Lehrer, Hausaufgaben und auch die strengen Eltern weit weg! – Ist das nicht die Traumvorstellung eines jeden Heranwachsenden? Für Tanja (Antonia Meindl, 5b), Stefanie) Amelie Heil, 5b) und Lena (Lotte Hader, 5b), die von ihrem Leben angeödet sind, wird dieser Traum war Wirklichkeit – in Gestalt der guten Fee Gutlinde (Viktoria Steibl, 5c), die diese – eins, zwei, drei – per Zauberstab aus ihrer Gegenwart auf eine abenteuerliche Phantasiereise durch die Zeiten wirbelt!

Papa nicht zu erreichen - keine Zeit für die Kinder!

Das sind die Eckdaten des lustigen und doch tiefgründigen Theaterstücks „Eine Zeit und ein Ort ohne Schule und Eltern“ aus der Feder von Alisan Erdogan. Deutschlehrerin Martina Kerscher hat dieses kurze Stück mit viel Engagement zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Theaterklasse 5 einstudiert und aufgeführt.

1-2-3 und schon wirbelt Gutlinde alles durcheinander

Die erste Station der neugierigen Mädchen ist das Mittelalter. Dort herrscht nicht nur eine ungerechte Königin, sondern auch die pure Dummheit. Denn je dümmer ihre Untertanen sind, desto leichter kann die Königin ihren Willen durchsetzen und die Bauern ausbeuten.

Pulverdampf und keine Bildung - das Leben im Wilden Westen

Auch im Wilden Westen ist es nicht besser, da dort die Cowboys, die nicht einmal bis zehn zählen können, ihre Konflikte nicht mit Worten austragen, sondern in mörderischer Dummheit alles mit der Waffe in der Hand zu klären versuchen – mit tödlichen Folgen.

Wir sind die Roboter!

War der Zwischenstopp im Wilden Westen schon mit Gefahren verbunden gewesen, so sahen sich die Mädchen auf ihrer letzten Station nun mit intelligenten Robotern konfrontiert, die in der Zukunft die nicht mehr selbstständig denkende Menschheit „in die Maschine schicken“ und damit vernichten wollen.  

In letzter Sekunde von der Fee Gutlinde gerettet und zurück in der Gegenwart, erkennen die Mädchen aufgrund der Erfahrungen auf der Phantasiereise den Wert der Bildung und des Wissens und dass es ohne Eltern und Schule eben doch nicht geht. Denn ohne Schulbildung gibt es keinen Schutz vor Ausbeutung, Gewalt und der Dummheit.

Doppelter Dank an Lehrerin Martina Kerscher - Schulleiter Günter Habel und die Theaterklasse sagen "Danke"!

Das Publikum würdigte die schauspielerische und tänzerische Leistung der Mädchen und Jungen mit tosendem Applaus. Auch Schulleiter Günter Habel war begeistert von dem trefflichen Spiel der Fünftklässler und bedankte sich bei den Schauspielern und der Bühnentechnik mit einem angesichts der sommerlichen Temperaturen doppelt willkommenen Eisgutschein. Auch dankte er Frau Martina Kerscher für die schauspielerische Leitung und Frau Sandra Fischer für das Einstudieren der Tänze. Auch die Schülerinnen und Schüler bedankten sich bei Frau Kerscher für die geduldige und anregende Zusammenarbeit.