Digitalisierung, Freiheit, Selbstbestimmung, Handynutzung, Manipulation – Themen, die aus der Lebenswelt von Jugendlichen gegriffen sind. Und genau um diese Themen ging es bei der Lesung des bekannten Autors und Redakteurs im SZ-Magazin Tobias Haberl am Robert-Schuman-Gymnasium aus seinem Buch „Die große Entzauberung“.  Auch wenn er sich darin kritisch mit dem „trügerischen Glück des heutigen Menschen“ auseinandersetzt, gesteht er ein, selbst nicht immer konsequent zu agieren.  Dies und seine lockere sympathische Art fanden viel Zuspruch bei den Schülerinnen und Schülern und so entwickelte sich eine rege Diskussion mit der 11. und 12. Jahrgangsstufe.  

„Herr Haberl hat vor allem für unsere Generation sehr aktuelle Themen angesprochen, wie den Verlust der Nähe zu anderen Menschen und die eigene soziale Abschottung, sowie den Einfluss der Medien auf uns als Individuen und als Gesellschaft insgesamt. Manchmal habe ich mich wirklich ertappt gefühlt, denn oft wollen wir im Alltag wirklich nur die Vorteile der Medien und der Neuerungen sehen, unterdrücken aber wohl alle die Gefühle, die er in diesem Buch zur Sprache bringt. Auf diese Art und Weise wurde ich sehr zum Nachdenken angeregt und vielleicht kann ich doch einige Verhaltensmuster ändern“, so die Meinung einiger Teilnehmer. Viele bedauerten, dass die vorgesehene Zeit fast wie im Flug vergangen war und manche Themen nicht weiter vertieft werden konnten.

Der Autor selbst zeigte sich im Anschluss positiv überrascht über die Einstellung der jungen Erwachsenen zu den von ihm angeschnittenen Themen und über die große Bereitschaft zur Diskussion. Gerne sei er am RSG gewesen und habe es durchaus genossen, mal wieder einen ganzen Vormittag an seiner ehemaligen Schule zu verbringen.