Bereits der antike Rhetoriklehrer Isokrates (436 – 338 v. Chr.) erhob die Forderung nach einer „enkyklios paideia“ einer „runden (d.h. vollendeten) Bildung“. Auch heute noch ist die Aufgabe des Gymnasiums genau dieses umfassende Angebot einer breiten Allgemeinbildung und die Anregung zu lebenslangem Lernen.

Wie diese Aufgabe am Robert-Schuman-Gymnasium in Cham umgesetzt wird, hat die Schulfamilie am Tag der offenen Tür bunt und eindrucksvoll präsentiert. Gemäß dem Schulmotto „Mit Kopf, Herz und Hand“ gewährten Schüler und Lehrer den zahlreichen Gästen Einblicke in das Schulleben und zeigten vor allem den Kindern und ihren Eltern, welch vielfältige Anregungen für Körper und Geist das RSG bietet. Zugleich durften die Besucher spüren, welch große Herzlichkeit die Schulgemeinschaft auszeichnet – angefangen bei der Schulleitung über das engagierte Lehrerkollegium und die stets hilfsbereite Schülerschaft. So präsentierten Schüler und Lehrer den künftigen Gymnasiasten und deren Eltern eine breite Palette der Unterrichts- und Wahlfächer, sowie der über den eigentlichen Unterricht hinausgehenden Fördermöglichkeiten. Das bunte Programm zeigte, dass am RSG stets der Schüler im Zentrum steht:  

Schulleiter Günter Habel bewundert die Vorführung der Big Band

So gaben gleich zu Beginn die Schüler der Big Band den Ton an und hießen die Gäste musikalisch willkommen. Umrahmt von diesen Darbietungen begrüßte Schulleiter Günter Habel die Grundschüler und deren Eltern, bevor einige Fünftklässler von ihren ersten Monaten am RSG berichteten. Sie erzählten davon, wie herzlich und behutsam sie aufgenommen und an die neuen Aufgaben herangeführt worden waren. Die tatkräftige Unterstützung durch Mitschüler, Tutoren und Lehrkräfte habe geholfen, sich in kurzer Zeit gut einzugewöhnen und rundum wohl zu fühlen.

Ebenso lobten der ehemalige Schüler Kilian Meierhofer und auch der Vorsitzende des Elternbeirats Florian Fundeis den Zusammenhalt der Schulfamilie und das positive Schulklima. Während dann die Tutoren die Grundschüler auf eine kleine Erkundungstour durch das Schulhaus nahmen, erläuterte Schulleiter Günter Habel den Eltern das Unterrichtskonzept des RSG:

Die Gäste lernen (das) Robert Schuman kennen!

Neben der Vermittlung der gymnasialen Fähigkeiten und eines breiten Wissens legt das RSG besonderes Augenmerk auf die Persönlichkeitsbildung in entspannter und angstfreier Atmosphäre. Gerade in den zahlreichen Zusatzangeboten wie etwa der von Musiklehrer Florian Simeth im Verlauf des Nachmittags gesondert vorgestellten Bläserklasse, der Theaterklasse, der von Biologielehrer Gregor Raab betriebenen Schulimkerei, in den sportlichen Fördermöglichkeiten oder auch bei vielfältigen Wettbewerben erfahren die Schülerinnen und Schüler eine auf sie individuell abgestimmte Förderung. Das Potenzial der Gebundenen oder Offenen Ganztagsschule rundet das breitgefächerte Förderpaket ab.

Zudem präsentierte der Schulleiter das seit Jahren praktizierte Konzept Mental-Top. Dabei wird durch Trinken, Gedächtnisübungen und Bewegung die Leistungsfähigkeit des Gehirns optimiert. In enger Verzahnung damit steigert das am RSG umgesetzte Konzept einer Bewegungs- und Tanzklasse durch im Unterricht gezielt eingesetzte Bewegungselemente die Konzentration und Motivation der Schüler und fördert so den Lernfortschritt. Zielgerichtet wird dabei Bewegung kreativ als weiterer Lernkanal genutzt. Dieser ganzheitliche Ansatz wurde an verschiedenen Praxisbeispielen durch die zuständigen Fachkräfte Marion Hör und Johanne Timm sowie weitere Fachlehrer im Spiegelsaal demonstriert.

Bewegung und Konzentration – die Bewegungsklasse in action!

Am Schulprofil hob der Schulleiter die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten hervor, die das RSG, je nach Talent und Interesse, bietet. Bereits die Möglichkeit, Latein oder Englisch in der 5. Klasse als erste Fremdsprache wählen zu können, kommt den Kindern entgegen. Ebenso das große Angebot zur Mittelstufe mit den beiden sprachlichen Zweigen mit Französisch oder Griechisch und dem Wirtschafts-Zweig. Zudem besteht noch die Möglichkeit, Spanisch als spätbeginnende Fremdsprache zu erlernen.

Zum Abschluss teilte Schulleiter Habel den Eltern seine Freude über den in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt entstandenen und vom Kreistag beschlossenen Plan für die in den nächsten Jahren anstehende Generalsanierung mit. Nicht nur dass die Schülerinnen und Schüler in wenigen Jahren die Vorzüge eines topmodernen Schulhauses genießen können, sie werden auch von Baulärm, Schmutz und derartigen Beeinträchtigungen vollkommen verschont bleiben. Denn während des Umbaus werde die komplette Schulfamilie in die Räumlichkeiten der Gerhardinger-Realschule umziehen, sodass die Schulgemeinschaft erhalten bleibe und die Schulfamilie ohne Beeinträchtigungen arbeiten und leben könne, so Habel.

Nach dem offiziellen Teil suchten nun die Besucher die Klassenzimmer und Fachräume auf, in denen die Fachschaften mit der Unterstützung vieler Schülerinnen und Schüler Informationen und Attraktionen für sie vorbereitet hatten. Kinder und Erwachsene zeigten großes Interesse an den ausgestellten Phänomenen, kreativen Aufgaben und Spielen.   

Das trägt die modebewusste Römerin 2019!

Bei den Fachschaften Latein und Griechisch bot sich Gelegenheit, ein Mosaik zu kreieren. Auch wurde das Diplom eines römischen Bürgers verliehen – natürlich mit einem Passfoto in der Mode der Zeit als römische domina oder als legionarius in kleidsamer Rüstung!

Genauso gastfreundlich begrüßten die Fachschaften der modernen Weltsprachen Englisch, Französisch und Spanisch die Besucher in einem gemeinsam gestalteten Zimmer. Dort wurde der Blick auf die weite Welt gelenkt, die sich den Schülern durch diese Sprachen öffnen wird, und nachhaltig der Stellenwert der Kommunikation in der Welt von heute unterstrichen.

Ein Kernpunkt des Nachmittags war ein jeweils 20-minütiger Schnupperunterricht in den Fächern Latein und Englisch. Dabei konnten Schüler und Eltern erste Eindrücke von der Arbeit in diesen Fächern sammeln und sich schon erste sprachliche Kenntnisse aneignen.

Latein lebt auch 2019 noch in den romanischen Sprachen auf dem Gebiet des Imperium Romanum!

Auch die naturwissenschaftlichen Fachschaften boten ein buntes Programm: Bei den Physikern schwebten Gabeln und es galt, kniffligen Phänomenen wie der Umkehrbrille auf den Grund zu gehen.

Knoff-Hoff – die Umkehrbrille macht nicht nur Physikern Spaß!

Nicht weniger verzauberte die Fachschaft der „Mathemagie“ mit Aufgaben rund um Harry Potter. Die Fachschaft Chemie verwandelte einfache Cent-Stücke in „pures“ Gold. Zudem ließen die Untersuchung alltäglicher Substanzen wie Blaukrautsaft und auch die „zündenden“ Effekte der Chemie-Show die künftigen Gymnasiasten staunen.

Centstücke zu Gold – Bildung hat stets ihren Wert!

Die Fachschaft Wirtschaft kredenzte in der „Wirtschaftsbar“ neben alkoholfreien Cocktails Informationen über diesen Schulzweig und stellte im Unterricht umgesetzte Projekte vor. In Geschichte wurden mittelalterliche Urkunden verfasst und in der Geographie waren sogar Edelsteine zu gewinnen. Hightech kam im Umgang mit Lego-Robotern und bei Experimenten mit Arduino zum Einsatz. Die bestens ausgestatteten Computerräume boten eine erste Kontaktaufnahme mit Programmiersprachen und Textverarbeitung. In der Sporthalle wartete ein Bewegungs-Parcours, zudem demonstrierten die Gerätturnerinnen in einer atemberaubenden Show die Arbeit an der Stützpunktschule. Ebenso trug die Fachschaft Kunst mit Exponaten zum abwechslungsreichen Bild der Schule bei.

Mens sana in corpore sano – faszinierende Arbeit am Stützpunkt Geräteturnen

In der „Kost-Bar“ informierte das Hausmeisterehepaar Engl zur Mittagsverpflegung. Zudem hatte das Bistro „Chez Robert“ geöffnet, wo die SMV den Gästen bei Kaffee und Kuchen ein wenig Erholung verschaffte.

Während des gesamten Nachmittags bestand auch die Möglichkeit, die Räumlichkeiten der Ganztagsklassen, die am RSG sowohl in der Form der „Offenen Ganztagsschule“ als auch in der Form der „Gebundenen Ganztagsschule“ im kommenden Schuljahr sicher wieder umgesetzt werden, zu besichtigen und sich über die Fördermöglichkeiten zu informieren. Die Anmeldung zu diesen Angeboten erfolgt bei der Einschreibung.

Während der gesamten Veranstaltung standen die Mitglieder der Schulleitung um Direktor Günter Habel sowie der Elternbeirat für individuelle Fragen zur Verfügung.

Wer im kommenden Schuljahr übertreten will und sich für das Robert-Schuman-Gymnasium entscheidet, kann sich im Zeitraum vom 6. bis 10. Mai 2019, täglich von 8.00 bis 17.00 Uhr, im Sekretariat anmelden. Der Probeunterricht findet heuer vom 14. bis 16. Mai 2019 zentral am Robert-Schuman-Gymnasium statt.