Naturwissenschaftliche Phänomene im wahrsten Sinne des Wortes begreifen – das soll das Konzept der sogenannten „Miniphänomenta“, einer interaktiven Ausstellung zu naturwissenschaftlich interessanten Phänomenen, Schülerinnen und Schülern ermöglichen.

Bereits zum dritten Mal stellte die Grund- und Hauptschule Roding hierfür die zahlreichen Versuchsaufbauten zur Verfügung, an denen die Jungforscher in der Turnhalle des RSG Antworten auf alltägliche naturwissenschaftliche Fragen bekommen konnten.

Die Besonderheit der diesjährigen „Miniphänomenta“ bestand hierbei darin, dass auf Initiative von Natur-und-Technik-Lehrerin Simone Meier-Hauser und der Grundschullotsin am RSG, Carolin Meierhofer, heuer nicht nur die Fünft- und Sechstklässler der weiterführenden Schule, sondern auch etliche Klassen der 1. bis 4. Jahrgangsstufe der Grundschule Cham von dem Angebot profitieren konnten. Sie waren der kooperativen Einladung an den Fuß des Chamer Schulbergs gerne gefolgt.

Beim experimentellen Unterricht außerhalb des Klassenzimmers stand das Prinzip der selbsttätigen Erkenntnis im Vordergrund, das heißt, die Kinder konnten sich zum Beispiel die Funktionsweise von Elektromagneten anhand selbst durchgeführter Versuche in Eigenregie erschließen. An einer anderen Station wieder konnte der Viskosität von Flüssigkeiten oder den Prinzipien von optischen Täuschungen auf den Grund gegangen werden. Überrascht waren die Schülerinnen und Schüler auch davon, dass man Schallwellen sichtbar machen oder mit den eigenen Händen Strom erzeugen kann.

Aber auch für die begleitenden Lehrkräfte brachte die Ausstellung wichtige Impulse, so zum Beispiel durch den Umstand, dass sie ihre Schützlinge einmal beim unbefangenen Entdecken beobachten durften. Während die Grundschulkinder nämlich vor allem die Versuche ausprobierten und über die verschiedenen Phänomene staunten, versuchten sich die Gymnasiasten bereits an Erklärungen für das Gesehene. Gerade für die entwicklungspsychologisch bedeutsame Schnittstelle zwischen Grundschule und Gymnasium konnten die Lehrkräfte hieraus wichtige Erkenntnisse gewinnen, beispielsweise über die nach wie vor nicht zu unterschätzende Bedeutung des konkret-anschaulichen Unterrichts auf der Unterstufe. Im persönlichen, kollegialen Austausch wurden diese zudem gefestigt und die bereits aus früheren Kooperationen bestehenden Kontakte vertieft.

Zum Schluss der Aktion mit einer Turnhalle voller Experimente war man sich an beiden Schulen einig, dass interessanter und anschaulicher Unterricht fernab der grauen Theorie des Klassenzimmers die Lust am Entdecken und Lernen sicherlich nachhaltig fördern kann und somit das Profil sowohl der Grundschule als auch des Robert-Schuman-Gymnasiums hervorragend repräsentiert. (Simone Meier-Hauser)