Eine Gruppe von 37 Schülerinnen und Schülern des aktuellen Abschlussjahrgangs bereiste unter der Begleitung der Lehrkräfte Verena Ulrich, Carolin Schwarz und Wolfram Steininger zu Beginn des Schuljahres den Golf von Neapel.

Am ersten Tag stieg die Gruppe mit leicht mulmigem Gefühl, aber auch voller Vorfreude zum Kraterrand des Vesuv auf. Der Wettergott zeigte sich gnädig und vertrieb die letzten Wolkenfetzen, sodass der Blick frei war auf die schier endlose Millionenstadt Neapel. Am Nachmittag wurde unter Begleitung des fachkundigen und humorvollen neapolitanischen Reisführers Dr. Gaetano Durante, der nun schon seit einigen Jahren vor Ort die Chamer Jugendlichen begeistert, das antike Herculaneum besucht. Deutlich kleiner als das berühmtere Pompeji vermittelt Herculaneum doch wegen des guten Erhaltungszustands der Häuser einen sehr anschaulichen Eindruck vom Alltagsleben in einem antiken Städtchen. Gegen Ende des Rundgangs stand man unvermittelt vor einer Unzahl von Skeletten, die dem Betrachter auch heute noch – etwa 2000 Jahre nach der Naturkatastrophe – den Schauer über den Rücken laufen lassen.

 Fußkranke fahren auf den Vesuv mit dem Auto

Auf dem Vesuv

Am nächsten Tag stand das mondäne Capri auf der Reiseroute der RSGler. Nachdem man dem Trubel im engen Hafen entkommen war, konnten die Schülerinnen und Schüler auf einer Bootsfahrt bis zu den Faraglioni-Felsen das strahlend türkisblaue Wasser, leuchtend rote Korallen und die schroffen Felsformationen am Ufer bestaunen. Zurück im Hafen mit windzerzaustem Haar stand gleich die nächste abenteuerliche Etappe auf dem Programm: mit dem Minibus hinauf nach Anacapri. Aber im Garten der wunderbaren Villa San Michele konnte man etwas Ruhe finden und den Blick über die Insel schweifen lassen. Nach einer Mittagspause ging es mit dem Minibus auf den Straßen, die so schmal sind, dass man bei jedem entgegenkommenden Fahrzeug unwillkürlich die Luft anhält und den Bauch einzieht, nach Capri-Stadt. Hier schlenderten die Oberpfälzer bei einem gemütlichen Stadtbummel durch die Gassen bis zu den Augustusgärten, einer Parkanlage, von der aus man einen herrlichen Blick einerseits auf die Via Krupp und andererseits auf die malerischen Faraglioni-Felsen hat.

Die ganz besondere Capri-Sonne

Die Faraglioni-Felsen - DAS Postkartenmotiv von Capri

Sonnenbrillen-Shooting vor Capri

Bootsfahrt vor Capri

Rettungsschwimmer vor Capri

Im Innenhof der Villa San Michele

Im Garten der Villa San Michele

Vier kleine Freunde

Im morgendlichen Berufsverkehr des folgenden Tages schob sich der Reisebus zum Archäologischen Nationalmuseum in Neapel, wo weltberühmte Mosaiken, Fresken und Skulpturen bestaunt wurden, bevor Mittagspause bei einer typisch neapolitanischen Straßenpizzeria eingelegt wurde. Als „Gratiszugabe“ gab es den fast schon infernalischen Auto- und Vespaverkehr an der dortigen Kreuzung.

Es schmeckt anscheinend

Im weiteren Verlauf des Tages besuchten die RSGler u.a. Cumae, eine berühmte, mythologisch aufgeladene Gründung griechischer Kolonisten, sowie das exzellent erhaltene Amphitheater von Pozzuoli.

Frau Schwarz macht Schmarrn in Cumae

Als klassisches Reiseziel der Grand Tour, abseits von den großen Touristenströmen, wurde schließlich Paestum angesteuert. Der dort spürbare Genius loci, die drei dorischen Tempel und das weltberühmte Grab des Tauchers waren die kulturellen Höhepunkte an diesem Tag; eher entspannend dagegen verlief der späte Nachmittag am herrlichen Sandstrand in unmittelbarer Nähe zum Ausgrabungsgelände.

Hera- und Poseidontempel in Paestum

Der Vormittag des letzten Tages wurde für einen gemütlichen Einkaufsbummel durch die malerischen und bunten Gassen von Sorrent genutzt – ein letztes Mal südliche Sonne tanken, bevor die „Grand Tour“ zurück nach Cham anstand, wo mit Elan die letzte Etappe bis zum Abitur in Angriff genommen wurde.