„Mögest Du Dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben.“ – Diesem irischen Sprichwort folgend machten sich 29 Schülerinnen und Schüler zusammen mit Herrn Amberger und Frau Hierstetter auf nach Dublin, der Hauptstadt der Republik Irland. Während dieser Reise hatte die Gruppe die Chance, sowohl den Trubel einer Großstadt als auch die Stille der Natur kennen zu lernen: Auf dem Programm stand zunächst die Erkundung Dublins, erst im Rahmen einer Stadtrallye, dann durch einen ortskundigen Stadtführer. Außerdem wurde der zehn Kilometer von der Hauptstadt entfernte, idyllisch gelegene Küstenort Dún LaogBerhaire mit seinem kleinen Hafen und der malerischen Lage am Meer besucht.

Am nächsten Tag wurde den reiselustigen Schumanisten der immer noch brodelnde Nordirlandkonflikt in der nordirischen Hauptstadt Belfast nähergebracht. Mit Taxis, sogenannten Black Cabs, wurden sie zu den Schauplätzen der Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten geführt und mussten feststellen, dass die Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen immer noch hoch sind. Symbolisch für das Friedensabkommen steht die sogenannte Peace Wall, auf der bedeutende Politiker unterzeichnet haben und welche auch die Schüler des RSG signieren durften. Im Anschluss daran fuhr man zum Giant’s Causeway, einem UNESCO-Welterbe, um den rund 60 Millionen Jahre alten „Damm des Riesen“ mit purer Naturgewalt zu besuchen – dies war wohl, zusammen mit dem Adrenalinkick bei der Überquerung der Carrick-a-Rede Hängebrücke, für die meisten das Highlight der Studienfahrt.

Überquerung der Carrick-a-Rede Hängebrücke

In dem mittlerweile leerstehenden Gefängnis Kilmainham Gaol konnten die Schüler noch mehr über die bewegende Vergangenheit der „grünen Insel“ erfahren.

Mit welchen Eigenschaften verbindet man Irland? Mit rauen Naturgewalten, weiten Grünflächen, Mythen, Pubs und dem irischen Bier. Um sich den Stolz der Iren auf ihre Braukunst bewusst zu machen, wurde außerdem das Guinness Storehouse besucht, in welchem die Geschichte des typischen Guinness-Bieres erzählt wurde. Damit dies nicht nur trockene Theorie blieb, sollte natürlich auch die Welt des feiernden Irlands erleben werden, beispielsweise im Rahmen eines „Literary Pub Crawls“ unsicher gemacht, bei welchem durch diverse Pubs gezogen wurde und dort von Schauspielern kurze literarische Szenen aufgeführt wurden.

Am Tag vor der Abreise wurde eine Fahrt zu dem auf einer Halbinsel liegenden Ort Howth unternommen, um dort eine Klippenwanderung zu machen, was dem Giant’s Causeway als Highlight definitiv Konkurrenz machte. Hier konnten die Schüler, wie das irische Sprichwort sagt, die stillen Wunder der Natur erfahren und einen wunderbaren Ausblick über die irische See und die außergewöhnliche Flora genießen.

Die Studienfahrt nach Dublin war ohne Zweifel ein absoluter Erfolg und man kann sicher für jeden Teilnehmer sprechen, wenn man sagt, dass die Zeit viel zu schnell verging und sich bereits jetzt alle nach der „grünen Insel“ zurücksehnen.

„They say the clouds are lower in Ireland… I say Ireland is closer to Heaven.” – Michael Vatis