MFM-Projekt als fester Bestandteil der Sexualaufklärung am RSG

 

Wie lautet die Gleichung des Lebens? Was ist der Geheimcode meines Körpers? Was passiert mit mir in der Pubertät? Diesen und ähnlichen Fragen konnten die Sechstklässler unter der fachkundigen Anleitung der Mitarbeiter des sogenannten MFM-Projekts nachgehen. MFM steht für „My Fertility Matters“, einen gemeinnützigen Verein, der mit seinen Unterrichtsprojekten für Mädchen und Jungen die Vorgänge im eigenen Körper erfahrbar machen will. Ziel dabei ist es, vor allem das Prinzip der Wertschätzung von Gesundheit, Sexualität und Fruchtbarkeit in den Vordergrund zu stellen.

Mit überaus anschaulichen und altersangemessenen Methoden brachten die Referenten den Kindern die wichtigsten Aspekte näher. Während die Jungen als „Spermagenten“ die Reise der Spermien zur Befruchtung der Eizelle ausspionierten, lernten die Mädchen in der „Zyklusshow“, was die Voraussetzungen zur Entstehung neuen Lebens sind. Die Gleichung dafür „Spermie + Eizelle = ein Baby“ wurde also von beiden Seiten her aufgelöst. Auch die Bedeutung der Hormone konnten die Kinder ganz bildlich nachvollziehen, etwa wenn die Östrogen-Freundinnen in der Gebärmutter am Rohbau für das Luxushotel bauten, das ein ganz besonderer Gast, nämlich ein neues Leben in Form eines Babys, beziehen sollte – natürlich unter der Voraussetzung, dass eine Siegerspermie in die Eizelle schlüpfen kann. Wird diese Chance nicht genutzt, so wird die eigens für den Gast eingerichtete Luxussuite wieder geräumt, die Menstruation setzt ein.

Dass dieser Vorgang sich im Leben einer Frau etwa 400 Mal wiederholt, beeindruckte Mädchen und Jungen wie auch die Vorstellung, dass jeder Mensch aus einer einzigen von einer halben Milliarde Spermien entstanden sei. 

Am Ende des fast sechsstündigen Projekts zogen die Schülerinnen und Schüler ein durchweg positives Fazit von der Veranstaltung. Auch die Biologielehrer sind sich einig, dass derartige Projekte die Persönlichkeitsentwicklung und -stärkung von Jugendlichen bereichern und dazu beitragen, dass die Erziehung zu verantwortlichem Handeln sich selbst und anderen gegenüber gelingen kann.