Eine Odyssee
Nach Homer und Johann Heinrich Voss
von Inge Arnold und Wolfram Steininger
Sage mir, Muse, die Thaten des vielgewanderten Mannes,
Welcher so weit geirrt, nach der heiligen Troja Zerstörung,
Vieler Menschen Städte gesehn, und Sitte gelernt hat,
Und auf dem Meere so viel’ unnennbare Leiden erduldet.
Ein Klassiker in modernem Gewand
„Ich halt’s hier nicht mehr aus! Kalypso ist – schön, ist – unsterblich, ist – so verliebt in mich. Seit sieben Jahren! Seit sieben Jahren Wachteleier und Kalypso! Ich will fort von hier! Ich will heim zu Penelope und zu den Linseneintöpfen Ithakas!“
„Ein Mann kommt nach Ithaka. Er war lange weg, der Mann. Sehr lange. Vielleicht zu lange. Und er kommt ganz anders wieder, als er wegging.
Stärker als Homer rückte diese Inszenierung Penelope ins Licht. Sie ist es, die am Ende entscheidet, ob sie Odysseus noch haben will, ob sie ihm glaubt, wenn er versichert: „Mit Nausikaa war nichts.“ – Und vermutlich geht es da gar nicht um „Glauben“, sondern eher um „Verzeihen“ oder besser „Verständnis“.