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Wertschöpfung bleibt in der Region

Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Helmut Brunner würdigte die Seminararbeit von Stefan Gabriel über die energetische Nutzung von Hackschnitzeln

Der Einsatz von Biomasse spielt bei der Bewältigung der Energiewende eine bedeutende Rolle. Besonders in Hackschnitzelanlagen schlummert ein großes energetisches und wirtschaftliches Potenzial. Zum einen ist Holz ein regional verfügbarer Rohstoff, der bei nachhaltiger Bewirtschaftung ständig bereitsteht. Zum anderen schont Energie aus Hackschnitzeln das Klima, denn bei deren Verbrennung wird nur so viel Kohlenstoffdioxid abgegeben, wie die Pflanzen zuvor beim Wachsen aufgenommen haben. Viele Gründe also für den Schüler Stefan Gabriel vom Robert-Schuman-Gymnasium Cham, diese Form der Energiegewinnung genauer unter die Lupe zu nehmen. Detailliert untersuchte er für seine Seminararbeit unter verschiedenen Gesichtspunkten die Hackschnitzelheizung seines Firmpaten Josef Niedermeier in Kaikenried, welche Fernwärme für private und gewerbliche Kunden produziert. Wie hoch ist die Einsparung an fossilen Energieträgern. Wo liegen die Grenzen des Wärmenetzes? Lohnt sich für den Betreiber eine Erweiterung der Anlage auf ein angrenzendes Wohngebiet? Auf diese und viele weitere Fragen versuchte der 18-Jährige eine Antwort zu finden. In diesem Zusammenhang holte er sich auch den Rat des bayerischen Agrarministers Helmut Brunner ein. Die Ergebnisse waren eindeutig: Die Hackschnitzelheizung befinde sich auf dem neuesten Stand der Technik und zeichne sich vor allem durch eine hohe Effizienz aus. Vorteile ergeben sich für alle Beteiligten: Einerseits sparen sich die Abnehmer teure eigene Heizungsanlagen, anderseits verdient der Betreiber über die Wärmelieferungen Geld, mit dem er die Finanzierungskosten abbezahlt. Überdies haben die heimischen Waldbauern einen sicheren Absatz für ihr Holz und die Wertschöpfung bleibt in der Region. Durch die enorme Einsparung von Heizöl werde darüber hinaus eine deutliche Reduktion an klimaschädlichen Treibhausgasen erzielt. Nach Abwägung aller ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte spreche daher nichts gegen einen Ausbau der Anlage. Landwirtschaftsminister Brunner staunte nicht schlecht, als Gabriel ihm kürzlich im Beisein des betreuenden Biologielehrers Gregor Raab seine umfangreiche Seminararbeit mit den gesammelten Daten präsentierte. Ihn freue es, dass junge Menschen sich mit dem wichtigen Thema „Energiewende“ beschäftigten. „Insofern eine tolle Aktion“, lobte Brunner die Initiative des Abiturienten und versicherte ihm, dass das Werk in seinem Ministerium einen würdigen Platz finden wird.

Autor: Gregor Raab

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