Fake-Profile, Sexting & Co.
Achtklässler werden fit fürs Netz
Im Rahmen des Programms „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“ besuchte Birgit Zwicknagel das Robert-Schuman-Gymnasium, um mit den Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangsstufe das Projekt „Clever ins Netz“ durchzuführen.
In jeweils einer Doppelstunde informierte die Referentin praxisnah über Chancen und Risiken der digitalen Welt, wobei auch die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) thematisiert wurde. Anhand der Themen Cybergrooming und Sexting zeigte sie auf, wie KI etwa zur Erstellung täuschend echter FakeProfile, manipulierter Bilder oder emotional wirkender Nachrichten eingesetzt werden kann. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie Erwachsene gezielt mithilfe solcher Technologien Kontakt aufnehmen und welche Gefahren das unbedachte Versenden oder Weiterleiten privater Bilder birgt. Dabei wurde deutlich gemacht, dass das Teilen solcher Inhalte strafbar sein kann und Betroffene dringend Hilfe suchen sollten.
Darüber hinaus ging es um Hatespeech, Cybermobbing sowie strafbare Inhalte im Netz. Anhand konkreter Beispiele wurde aufgezeigt, dass bereits scheinbar harmlose Kommentare, Emojis oder Bilder rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können – insbesondere ab dem Alter der Strafmündigkeit. Auch Themen wie illegales Streaming, Raubkopien und Altersbeschränkungen bei sozialen Netzwerken wurden angesprochen.
Abgerundet wurde der Vortrag durch alltagsnahe Verhaltenstipps sowie Hinweise auf verschiedene Hilfsangebote, etwa durch Lehrkräfte, Eltern oder externe Beratungsstellen. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich im Anschluss nachdenklich und nahmen wertvolle Impulse für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien mit.
Die zentrale Botschaft des Projekts lautete dabei unmissverständlich:
„Guck nicht weg! Such Hilfe!“
Text: Sabrina Rock
Bilder: Verena Ulrich