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Hand in Hand zum eigenen Schulgarten 

06. Juli 2026

P-Seminar des RSG unterstützt Grundschule 

„Gerade Schulgärten machen früh erfahrbar, wie Natur, Ernährung, Nachhaltigkeit und praktisches Lernen zusammengehören“ – so der Staatssekretär im thüringischen Wirtschaftsministerium Marcus Malsch. So ein Schulgarten entwickelt sich seit drei Jahren kontinuierlich an der Lorenz-Gradl-Grundschule Untertraubenbach durch Konrektorin Kerstin Bauer und ihr Team. Dabei half das P-Seminar BNE des Robert-Schumans-Gymnasiums Cham unter Leitung von Robert Stögbauer tatkräftig mit. Am Dienstag wurden die Aktivitäten bei einem Pressetermin vorgestellt. Daran nahmen auch 1. Bürgermeister Martin Stoiber, 2. Bürgermeister Walter Dendorfer und OStD Rudolf Zell mit einigen Schülern des Seminars teil. 
Direkt am Schulgebäude befindet sich der großflächige Schulgarten. Wie Bauer erklärte, begann man bei dessen Gestaltung mit dem Kauf kleiner, überdachter Häuschen mit Sitzgelegenheit sowie von Rundbänken. Die bestehenden Obstbäume wurden durch Neupflanzungen ergänzt, Beete mit Himbeeren, verschiedenen Johannisbeeren und Erdbeeren angelegt und ein Insektenhotel mit „Wildbienenbuffet“ gebaut. Bauer selbst hat zwei ausgediente, vom Stadtgärtner Sebastian Karl zur Verfügung gestellte Sitzbänke künstlerisch in Regenbogenfarben aufgepeppt.  
Zunächst bedankte sie sich bei Stögbauer: „Wir haben uns immer gewünscht, dass unser Schulgarten verschönert wird. Du kamst  einfach auf mich zu und ich war dafür Feuer und Flamme.“ Im Alleingang hätten die Seminarteilnehmer sogar am heißen Festtag 1. Mai fleißig geschuftet, um zwei Hochbeete anzulegen. Diese seien dann von den Kindern der Schule in enger Zusammenarbeit mit dem OGV Untertraubenbach und dessen Vorsitzender Martina Saibold mit Gemüse und Kräutern bepflanzt worden: „Wir dürfen das alles ernten und eine Gemüsesuppe daraus machen.“ Mittlerweile seien die Pflanzen in den beiden Betten durch den Mairegen geradezu explodiert. Auch das den Zelten der Prärie-Indianer nachempfundene Weidentipi sei gut angewachsen und beginne, dicht zu werden, so dass es einmal als Spiel- und Schattenplatz dienen könne. Schon jetzt sei jedes Kind davon begeistert. „Die Hochbeete und das Weidentipi sind einfach fantastisch! Danke für eure tolle Arbeit & Engagement!“, stand auf einer bunt gestalteten Urkunde, die eine Schülerin an die Gymnasiasten überreichen durfte. Diese fanden, so einer von ihnen, die Vorschläge ihres P-Seminarleiters eine Superidee, denn sie hätten Lust gehabt, etwas Praktisches mit Natur anzupacken. „Wir danken, dass wir unser Projekt überhaupt bei euch machen durften“, betonte Stögbauer. Es habe mit ersten Etappenaufträgen begonnen und mit dem Organisieren der benötigten Sachen. So habe man den OBI-Markt um Spenden gebeten und vom Toom-Markt die Hochbeete zum halben Preis erhalten: „Die Schüler sollen lernen, wie man mit Kooperationspartnern zusammenarbeitet und wie man die Arbeit organisiert, wenn man sie nicht selber macht oder machen kann.“ Dazu erinnerte er an einen Spruch des früheren RSG-Schulleiters Günter Habel: „Lieber fünf Stunden gebettelt als drei Stunden selber gegraben.“ Bauer schloss das Treffen mit den Worten, man freue sich schon auf das nächste Projekt, das wohl mit dem Thema „Wasser“ zu tun habe. Entstehen soll eine Art Parkanlage, vielleicht mit einem Solarbrunnen. 
 
Text und Bilder: Ferdinand Schönberger (Bayerwald-Echo) 

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