Schülerinnen und Schüler der RSG-Oberstufe feiern Weltpremiere ihrer eigenen „Woyzeck“-Adaption
Ein ganz besonderer Theaterabend erwartete am vergangenen Donnerstag die Gäste in der Aula des Robert-Schuman-Gymnasiums. Die Schülerinnen und Schüler der 13. Jahrgangsstufe präsentierten die Uraufführung ihres selbst verfassten Theaterstücks – eine moderne Adaption des klassischen Dramas „Woyzeck“ von Georg Büchner.
Was als Unterrichtsprojekt im Deutschkurs bei Lehrerin Beate Helneder-Amberger begann, entwickelte sich zu einem außergewöhnlichen Gemeinschaftswerk. Ausgangspunkt war die Lektüre von Büchners Drama aus dem Jahr 1836/37. Schnell reifte die Idee, den Stoff nicht einfach zu übernehmen, sondern neu zu interpretieren und in die Gegenwart in ein raues Milieu zu übertragen. Ursprünglich war die Aufführung nur für Mitschülerinnen und Mitschüler gedacht. Begeistert von der Thematik und inspiriert durch die Figuren entstand aber unter den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern der Wunsch, das Stück öffentlich auf die Bühne zu bringen.
Mit viel Kreativität, Engagement und Eigeninitiative schufen die Jugendlichen ein vollständig neu konzipiertes Bühnenstück. Sie entwickelten Figuren weiter, dachten Charaktere neu und ergänzten aktuelle Themen, die den heutigen Zeitgeist widerspiegeln. Entstanden ist ein Werk, das sowohl nachdenkliche als auch humorvolle Momente vereint – und dabei stets die persönliche Handschrift der Schülerinnen und Schüler trägt.
Das Ergebnis begeisterte nicht nur Theaterfreunde, sondern stellte auch eindrucksvoll unter Beweis, wie viel Kreativität, Mut und Teamgeist in den jungen Darstellerinnen und Darstellern steckt.
Ein besonderer Dank galt allen Mitwirkenden auf, hinter und neben der Bühne – sowie dem Publikum, das mit großem Applaus die Leistung der Schülerinnen und Schüler würdigte.
Ein Theaterprojekt, das zeigt, wie lebendig und zeitgemäß klassische Literatur sein kann!
Text und Bilder:
Beate Helneder-Amberger